Die Sitzheizung ist heutzutage in sehr vielen Fahrzeugen der gehobenen Klassen serienmäßig eingebaut oder kann gegen einen Aufpreis beim Kauf eines Autos direkt vom Händler nachgerüstet werden. Bei Fahrzeugen mit Ledersitzen gehört eine Sitzheizung oft schon zur Standardausstattung. Für ein sehr leichtes Nachrüsten werden auch sogenannte Heizmatten oder Heizbezüge angeboten, die einfach über die Autositze gezogen und über den Zigarettenanzünder angeschlossen werden.

Eine Sitzheizung wird grundsätzlich elektrisch über die Autobatterie betrieben und erzeugt die gewünschte Wärme durch Heizdrähte in den Sitzen des Fahrzeugs. Diese Heizdrähte durchziehen die Sitzflächen und Rückenlehnen zumeist schlangenförmig und werden entweder direkt in den Schaumstoff der Sitze eingearbeitet oder aufgeklebt. Es gibt jedoch auch Modelle, bei denen die Heizdrähte in die Sitzbezüge eingenäht werden.

Die Wärmeerzeugung der Sitzheizung funktioniert nach dem Prinzip der Joulesche Wärme, die auch Stromwärme genannt wird. Hierbei wird in den elektrischen Leitern, in diesem Falle den Heizdrähten, eine Spannung erzeugt, welche aufgrund eines Leistungsverlustes des elektrischen Stroms, Wärme abgibt. Dieser Art der elektrischen Wärmeerzeugung liegt das Joulesche Gesetz zugrunde, das besagt, dass je höher die Stromspannung in den Leitern (den Heizdrähten), desto mehr Wärme wird erzeugt und abgegeben.

Sitzheizungen haben in der Regel einen Überhitzungsschutz eingebaut, welcher die Stromzufuhr zu den Heizdrähten unterbricht, sollten diese zu warm werden. Erst nachdem sich die Drähte abgekühlt haben, schaltet sich die Stromversorgung wieder ein. Die Sitzheizung lässt sich über ein, zumeist im Armaturenbrett eingearbeitetes, Steuerungsmodul regeln. Hierbei kann die gewünschte Temperatur eingestellt oder auch ein Timer für das automatisierte Vorheizen der Sitze programmiert werden.